DA VINCI MANAGEMENT - DAS BUCH SEIT MÄRZ 2017

 

WEITERMACHEN WIE BISHER GEHT NICHT MEHR.

 

 Im digitalen Zeitalter funktioniert Führung nach neuen Spielregeln.

 

Utopische Ziele, extreme Taktung, maximale Unsicherheit und wegfallende Hierarchien bestimmen die Agenda. Gleichzeitig gilt es, die Mitarbeiter nicht zu verlieren, sondern

maximal einzubinden. Viele Manager sind stark in »managing facts« ODER »leading people«.

 

Und Sie? 

 

Wirklich wirksam wird Management jedoch erst durch die richtige Balance von Sache und Mensch. Entscheidend ist der geschickte Mix an vielseitigen Skills für ein innovatives Management der Zukunft.

 

Dazu braucht es einen Paradigmenwechsel im Managementverständnis.

 

»Im Management der Zukunft werden mehr universellere, vielseitigere Kompetenzen gefragt sein. (…) Es braucht Vielseitigkeit, um die anstehenden Herausforderungen lösen zu können.«

 

Aus dem Vorwort von Christian Lamprechter, Managing Director and Country Manager at Intel Corporation 

 

 

Am 10. März 2017 erschien mein Buch für Managerinnen und Manager bis in die oberste Unternehmensebene, die in der digitalen Zeit Herausragendes bewirken wollen.

 

Bereits auf der letzten Frankfurter Buchmesse im Herbst 2016 war das Buch nach Auskunft des Verlages sehr gefragt. Es stieß auf großes Interesse bei Agenten u.a. aus dem europäischen Ausland, China, Korea und Russland.

 

Außerdem ist die Aufnahme als Hörbuch bei audible.de geplant. Die Amazon-Tochter ist der weltweit einzige Hörbuch-Verlag, der Apple iTunes ausstattet (Quelle: Wikipedia).

 

Weitere Informationen zum Bestellen finden Sie hier.

 

 

 

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SO FUNKTIONIERT MANAGEMENT IN DER DIGITALEN WELT

 

Ich freue mich, hierzu mein Buchprojekt umzusetzen und derzeit mit dem renommierten, namhaften Verlag ORELL FÜSSLI in Zürich / Schweiz zusammen zu arbeiten. Da es mein erstes Buch ist, wirkt die Zusage von einem Top-Verlag natürlich wie ein kleiner Lottogewinn. Ich bedanke mich daher auch an dieser Stelle für das entgegengebrachte Vertrauen.

 

Worum es geht:

 

Sie dürfen gespannt sein! In diesem Buch geht es um die Anwendung der richtigen Skills, um als Manager in der Digitalen Welt zu bestehen. Dabei geht es nicht nur um Leadership Skills, also das richtige  Führen von Mitarbeitern, sondern um die Performance als Manager insgesamt. Also die richtige Mischung aus Sache und Mensch.

Neugierig geworden? 

 

Hier eine kurze Zusammenfassung:

 

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So SCHAFFEN MANAGER EINE INNOVATIONSKULTUR

 

Um es in einem Satz vorweg zu nehmen: Die Kernfrage, die sich jeder Manager in Zukunft regelmäßig stellen sollte, lautet:

 

Wie schaffe ich ein Umfeld, in dem Innovationen ermöglicht werden?

 

Und nicht: Wie schaffe ich meine Zahlen und Ziele? Denn gute Zahlen und erfolgreich erreichte Ziele sind das automatische Ergebnis von gelungenen Innovationen. In Zukunft bewähren sich also Führungskräfte, die sich selbst zurücknehmen können.

 

Die sich verabschieden von dem Bild „Leute, ich sage Euch, wo es langgeht“. Denn Fakt ist, dass sie es schlicht und einfach immer weniger wissen können. Das Bild des Managers als Visionär gehört damit der Vergangenheit an, auch wenn es noch tief in den Köpfen sitzt. 

 

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Female  Leadership - Läuft nicht nur über "Optik"

  

In den letzten Tagen erschienen vermehrt Artikel zum Thema „Styling für

Business - Frauen“ in den Medien. Auch die Diskussion um die neue Barbie, die jetzt

auch dick oder schwarz sein darf - oder sogar ein Kopftuch trägt, ist noch nicht

lange her.

 

Was bei mir dabei als Botschaft unter´m Strich ankommt: Mädels, wollt ihr in

der Welt des Business was sein, achtet auf euer Äußeres! More sex and style

please!

 

Wahre Wirkung kommt von innen

 

Ehrlich gesagt, löst das bei mir ziemlichen Widerstand aus, da meine Erfahrungen

in eine ganz andere Richtung gehen.

 

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Wertewandel in der Digitalisierung

Im Interview mit der renommierten Referentenagentur Athenas in Hamburg habe ich vor kurzem erklärt, vor welchen Herausforderungen Manager heute stehen und wie sie damit in der uns noch bevorstehenden Digitalisierungswelle umgehen.

 

Lesen Sie hier die aktuellen Inhalte des Interviews:

 

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Ziele und Zahlen – Alles klar im Jahresendgalopp?


Ein Blick auf den Kalender – Schweiß  im Nacken: nur noch wenige Wochen, das letzte Quartal ist angebrochen und die Zeit fliegt bis Weihnachten.

 

Und ? Sind die Ziele erreicht und die Soll-Zahlen erfüllt ? Alles im Plan ?!?...

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Effizienz und Performance: Neue Spielregeln im Mixed Leadership


Schaut man genau hin, gibt es schon länger eine Fülle von wertvollen Initiativen, Programmen, Studien und Botschaften zum Mixed Leadership. Alles ist gesagt und doch passiert nicht genug!?

 

Die regelmäßig erlebbare Begründung: 


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Balance im Management - der richtige Weg!


Es tut sich was! Aufbruch-Stimmung ?

 

In den letzten Tagen häufen sich die Signale, dass Management by „harter Hund“ nicht mehr funktioniert:

 

-   Am Flughafen erreicht mich die Abschiedsmail eines Top-Managers: es gab

    keine Aufgabe mehr für ihn im Unternehmen. Tatsächlich war sein Führungsstil

    gegenüber den Mitarbeitern für den Konzern nicht mehr tragbar.

    Er führte miserabel – sein Fokus lag auf der Sache, gegenüber den Menschen war

    er meist geringschätzend. Ein Fehler mit Folgen....

 

-   Ein toller Vortrag im Rahmen einer großen Vorstandsveranstaltung letzte Woche:
    die Inhalte zum Thema „Management by Bauch“ wurden mit großem Applaus
    aufgenommen. Die Kernthesen sprachen den Zuhören aus der Seele. Ich spürte 
    richtig, wie die klaren, einfachen Botschaften für gelöste, erleichterte Stimmung
    im Raum sorgten. Schön, dass es jemand aussprach.

 

-   Von den verschiedensten Führungskräften werde ich derzeit angesprochen, dass sie
    einen starken Wunsch nach UMSETZUNG von neuen Spielregeln und Werten im
    Management haben. Genug geredet– bitte TUN! Geht das so einfach ?!?


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Management im Wandel - Alles bloss Etikettenschwindel?


So schön, wenn man derzeit die Unternehmenskommunikation so mancher namhafter Unternehmen verfolgt, sowohl nach außen als auch nach innen.


Ich bin beeindruckt:von Auszeichnungen als „Great Place to work“; von frauen-freundlichen Positionierungen in Hochglanzanzeigen und auf gut besuchten Mitarbeiterkundgebungen.


Oder von Konzernen, die vom tollen neuen Wertemanagement bei sich im Unternehmen schwärmen. Klingt nach buntem Federschmuck.

 

Jetzt mal echt: glauben Sie das alles?  


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Management ist wie eine Löwendressur


Letzten Samstag war ich mit meiner Familie im Zirkus. Richtig klasse war die Löwen-dressur. Eine tolle Leistung des Dompteurs: die Show war beeindruckend und die Performance perfekt! 28 starke Löwen, ein perfektes Zusammenspiel auf Augenhöhe zwischen den Tieren und dem Dompteur.  


Übertragbar auf das Management?

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Muskelspiele im Meeting


Dienstagnachmittag. Wichtige Regel-Projektrunde im Konzern.

Ganz großes Kino; die wesentlichen Entscheider sind eingeladen.

Wichtige Beschlüsse sind zu fassen, um das Projekt im Unter-nehmen weiter zu verankern. Fast nur Herren, ganz wenige Damen - wie immer. Ich bin auch dabei - und habe meinen Spaß. 


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Management by Hamsterrad – wie es anders und besser geht


Neulich auf der Führungskräfte-Veranstaltung eines internationalen Konzerns: der Vorstand berichtete, dass das Unternehmen aktuell massiv mit Qualitätsproblemen kämpfte. Nicht nur intern, auch in den Medien war dies bereits angekommen.

 

Für die anwesenden Manager nichts Neues. Schließlich funktioniert der Flur-Funk. Und natürlich hält man sich auch mit der Fachpresse am Wochenende auf dem Laufenden. Die Botschaft des Vorstands: Leute, so geht das nicht. Ihr müsst Euren Job besser machen. Bringt Eure Leute mehr auf Trab!

 

Kommt aus der ausgepressten Zitrone noch mehr Saft?

 

Klare Ansage. Top-Down adressiert. Was ist die Wirkung? Glauben Sie, dass die Manager die Ansage brauchten, um mit neuer Kraft und gestärktem Rücken zurück zu ihrer Mannschaft zu gehen? Um jetzt endlich die Qualitätsprobleme vom Tisch zu kriegen? Oder das Hamsterrad nun noch schneller lief?

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Die Wirkung der Bilder in unseren Köpfen


Sind Ihnen aktuell die Fotos in den Medien aufgefallen von George Clooney und seiner Amal? Gut schau`n die beiden aus, gell? Und sehr verliebt scheinen die beiden auch noch zu sein - glaubt man den derzeitigen Pressemitteilungen. Die Hochzeit von George Clooney und Amal Alamuddin war wohl in 2014 eines der Jahreshighlights in der Unterhaltungspresse.

 

Beschrieben werden die beiden als „Traumpaar auf Augenhöhe.“ Clooney ist schlau - aktuell wurde dies mal wieder bescheinigt durch den Golden Globe für sein Lebenswerk.

Und obendrein ist er auch noch so unglaublich gutaussehend. Überraschend für viele bei dem jetzt 53-jährigen: er nahm sich eben nicht eine hübsche Blonde vom Typ Barbie-Puppe zur Frau; war er doch in der Vergangenheit mit ehemaligen Bardamen usw. liiert. Nein, diese Frau ist neben ihrem enorm guten Aussehen auch noch verdammt schlau: aufgewachsen im Libanon, studierte sie in Oxford und arbeitet als Staranwältin in London. Sie setzt sich ein für internationale Menschenrechte und berät Regierungen und die Vereinten Nationen. Coole Sache!

 

Kann eine Pilotin ein Flugzeug fliegen ?

 

Bleiben wir in der Unterhaltungsbranche: in der Zeitschrift GALA vom Dez. 2014 (habe ich jüngst gelesen in der Arztpraxis…) erzählte Maria Furtwängler, Burda-Gattin, Ärztin und Tatort-Kommissarin von einem Erlebnis im Flugzeug. Als sie dort die Begrüßung durch eine Pilotin hörte, dachte sie spontan: “Nichts wie raus hier!“

Es war für sie einfach völlig unvorstellbar, dass das Flugzeug von einer Frau sicher geflogen werden konnte!


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Management im Wandel - Schöne neue Welt ?

Schaut man genau hin, gibt es derzeit eine Fülle von wertvollen Denkanstößen, Studien und Botschaften zum Thema Management-Wandel.


Eine tolle Zusammenstellung liefert u.a. auch das Harvard Business Manager Spezial 2015 zum Thema "Leadership". Was sind also die gewollten neuen Werte?


Im Kern zusammengefasst geht es um die 7 bekannten Klassiker :

 

  • Anerkennung
  • Wertschätzung
  • Einbeziehung
  • Sinn
  • Vertrauen
  • flache Hierarchien
  • Offenheit

 

Schöne neue Welt - für mehr wirtschaftlichen Erfolg

 

Die zentrale Botschaft lautet regelmäßig: Weitermachen wie bisher geht nicht mehr. Dafür ist der Grad der kollektiven Überhitzung und Überforderung großer Teile der Mitarbeiter zu hoch. 

 

Wollen die Unternehmen am Standort Deutschland auch zukünftig wirtschaftlich erfolgreich sein, muß sich im Management was ändern. Okay, es gibt sie – die große heere Schar der Weltverbesserer. Es gab sie ja schon immer.


Der Eine oder Andere mag dies belächeln. Auch wird dies hier und da bei den Chefs schon mal abgetan als „Esoterik“. Von einem bekannten Top Manager - ich gebe zu,

er ist  älteren Jahrgangs - gab es vor einiger Zeit das Zitat :„Wir sind hier ja nicht auf dem Ponyhof.“ Nein, man wird schließlich auch nicht für`s Nettsein bezahlt...

 

Und dann erlebe ich immer wieder die Manager, die fest davon überzeugt sind, die schöne neue Welt bereits zu leben und all diese Werte in  ihrem Führungsalltag bereits umzusetzen. Die Mitarbeiter sind dann da aber oft anderer Ansicht - und quittieren dies mit Abwanderung.

 

Dazu kommt, dass bei der stetig steigenden Aufgabendichte das Führen eigentlich oft schon gar nicht mehr stattfinden kann. Schön, wenn man überhaupt noch  regelmäßige Rücksprachen mit seinen Mitarbeitern schafft - und damit noch einigermaßen den Überblick in seiner Mannschaft behält.

 

Bedarf erkannt - Problem gebannt?

 

So manches Unternehmen hat den Bedarf erkannt. Da lautet mitunter dann die freundlichere Variante: das macht bei uns das HR. Aber ist es ein reines Personaler-Thema? Oder „Nice-to-have" für die Imagepflege in der Öffentlichkeit?

Kann man sich ein „weiter wie bisher“ noch leisten? Und was passiert, wenn nichts passiert?

 

Angesichts der hohen Verdichtung von Signalen führender Managementvordenker, Zukunftsforscher und meiner eigenen Führungspraxis in Konzernen bin ich davon überzeugt: mit neuen Werten im Management wird es zukünftig besser gehen!

 

Ganz klar deswegen, weil sich die Anforderungen angesichts Leistungsverdichtung und stetem Turbowandel geändert haben. Und damit die Manager selbst ziemlich in gesundheitliche Bredouillen geraten.

Und auch deswegen, weil sich die Werte der arbeitenden Menschen im Unternehmen geändert haben. Top Down wirkt nicht mehr. Bei einem Management-Stil des Typs „harter Hund“ gehen die Menschen nicht mehr mit. Dafür gibt es in unserer deutschen Wissensgesellschaft zu viele schlaue Köpfe - die darauf keine Lust haben.

 

Potential der schlauen Köpfe gut genutzt?

 

Deren Potential „an die Wand zu fahren“ oder gar nicht erst zu nutzen, ist nicht nur volkswirtschaftlich ein zu hoher Schaden, sondern auch ein zahlenmäßig darstellbarer zu hoher Kostenblock in den Bilanzen der Unternehmen. Der betriebswirtschaftliche Schaden entsteht durch schwächere Produktivität; ausgelöst durch Fehlzeiten, gesundheitliche Ausfälle, Frustrationsblockaden und leere Stühle, die gar nicht erst besetzt werden können. Oder durch Minderqualifizierte besetzt werden müssen...

 

Beeindruckt bin ich dann immer wieder von den Programmen, die in den Unternehmen aufgesetzt werden zur Gesundheitsförderung, zum Employer Branding, zu Flexibilität in der Arbeit und zu "Codes of Conduct" im Miteinander.

Dem steht dann entgegen, wie Management tatsächlich gelebt wird: „die alten Zeiten“ sind noch sehr verhaftet in den Köpfen.

 

Hier braucht es ein konsequentes Tracking und Vorleben gerade auch durch das Top

Management. Die Programme waren ja schließlich mit externer Beraterunterstützung in der Einführung teuer genug. Um was es geht, ist eigentlich klar.

 

Dennoch erlebe ich zu oft , dass dann praktisch ganz anders verfahren wird. Hinter

vorgehaltener Hand heißt es mitunter schmunzelnd: „ Naja, die Regeln gelten wohl

nicht für uns! Nice try - aber ist ja gar nicht leistbar!. Es gibt schließlich Wichtigeres.
Wirklich?

 

Was ist wirklich wichtig?

 

Meine Erfahrung zeigt, dass gerade ein konsequentes, strukturiertes Anwenden der selbst auferlegten neuen Werte tatsächlich meßbare Erfolge nach sich zieht:

Mitarbeiter, die mitgehen, schlanke und effiziente Prozesse und stabil laufende

Projekte sind das Ergebnis. Über alle Etagen.

Und als netten Nebeneffekt holt man sich damit auch die Generation Y und  mehr Führungsfrauen ins Boot.

 

Wertewandel im Management lohnt sich also - denn zahlenmäßig und menschlich  werden die gewinnen, die genauer hinschauen. Anpacken. Ändern.


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Präsenskultur im Management - geht`s auch anders?

Neulich auf einer Veranstaltung erzählte mir eine gute Bekannte, wie cool sie die Sache mit der Zeitkultur in Schweden findet.


Ihr Mann ist ein erfolgreicher Vertriebsprofi im Medizinsektor und arbeitet weltweit. Vor kurzem hatte er einen Workshop mit Chefärzten in Schweden.


Völlig beeindruckt war er, dass die Chefärzte Ole und Sven morgens mit dem Radl

kamen, dementsprechend auch ihr Outfit nicht so business-like war und sie schwungvoll erzählten, dass sie gerade noch ihre Kids in die Kinderkrippe gebracht hätten.

 

Als man dann so über den Tag miteinander im Tun war, stieg die Unruhe nachmittags gegen 16- 17 Uhr. Von Chefarzt Knut kam der klare Hinweis dass er nun los müsse, schließlich sei ja die Kinderkrippe bald aus und er würde jetzt seinen Sohn abholen.

Weg war er. Unnötig zu erwähnen, dass ihm die anderen Chefärzte alsbald nachfolgten.

Dies ist offensichtlich in Schweden nichts Außergewöhnliches.

 

Matthias Horx, der bekannte deutsche Zukunftsforscher, betonte diesen Sommer in einem Artikel in der Zeitschrift Fokus: „In Skandinavien gelten Führungskräfte als Minderleister, wenn sie um 17 Uhr noch immer am Schreibtisch sitzen“. 


Cool – aber bei uns in Deutschland undenkbar! Geht gar nicht! Ja, leisten denn die da oben in Skandinavien überhaupt auch was!?

 

Schnell entstehen die klassischen Bilder dazu im Kopf: Wer echte Verantwortung als Führungskraft trägt, leistet dies in Deutschland in einer mindestens 60-Stunden-Woche. Darunter: nicht machbar. Natürlich sind genau deswegen die top ausgebildeten Frauen meiner Generation auch nicht Vorstand. Wie auch ? Die bringen am frühen Abend die Kinder ins Bett. Oder sind – wie auch die Generation Y – beim Sport, in der City etc. Also verzichten wir auf die schlauen Köpfe der Frauen und der Generation Y?
Und dann? Mehr vom selben? Das ist wohl nicht mehrheitlich gewollte Lösung.

 

Was gilt es zu verändern? Wo kann man ansetzen?

 

Aus meiner eigenen langjährigen Führungserfahrung denke ich bei dem Begriff „Präsenskultur“ an 3 Ansätze. Hier braucht es radikale Änderungen:

 

1. Abbau der Anwesenheitskultur

 

Es ist weiter zu einem Großteil in Deutschland schwer vorstellbar, dass Führungskräfte aus dem Home Office erfolgreich agieren. Obwohl:nicht nur aus meiner eigenen Erfahrung als Leiterin einiger Großprojekte in namhaften Konzernen weiß ich, dass es auch anders geht.

Sehr gut konnte ich Telefonkonferenzen aus dem Home Office durchführen. Tools für Web-Konferzenzen wie z.B. Microsoft Lync machen`s möglich. Was stets überzeugt, ist das Ergebnis, sind klare, fundierte Entscheidungen und Konzepte, die durchdacht und in Top-Qualität ausgearbeitet sind. Das geht auch außerhalb vom Büro. Mein Vorschlag: weg von der Anwesenheitskultur hin zu mehr Vertrauenskultur.

 

2. Lange Arbeitszeiten auf dem Prüfstand

 

Automatisch verbunden mit der Rolle als Führungskraft ist die Anforderung, deutlich mehr Stunden zu leisten als die Tarifangestellten. Wird damit das hohe Gehalt gerechtfertigt? Vermehrt wird hinter vorgehaltener Hand schon von „Schmerzensgeld“ gesprochen.

Bei der gegenwärtigen Taktung und weiter steigenden Leistungsverdichtung macht das vielen keinen Spaß mehr.

Wenn ich mich so umhöre , finden die wenigsten ihre Erfüllung in 60-80 Stunden - Wochen. Gesund ist`s eh nicht. Die Generation Y signalisiert klar, dass sie sich darauf nicht einlässt. Für hochqualifizierte Mütter ist es wegen ihres „Nebenjobs“ Kind eh ein „no go“. Oder Kinder werden komplett „outgesourced“ – wohl eher die Ausnahme in Deutschland...

 

Genaueres Hinschauen und Erforschen der Ursachen für die langen Arbeitszeiten der Chefs lohnen hier. Meine Erfahrung zeigt, dass es hierzulande eine ausgeprägte "Besprechungskultur“ gibt. Dennoch sind zahlreiche Besprechungen unnötig. Stattdessen: schlanke Telefon- oder Mailabstimmungen. Auch ein wirklich konsequentes Einhalten der Besprechungsregeln hilft, die Dauer zu reduzieren.

 

Außerdem:

 

3. Präsenskultur: geht es um das Selbst oder die Sache?

 

Schon häufig habe ich als Führungskraft in Besprechungen erlebt, dass es dem einen oder anderen Teilnehmer wichtig war, sich zu positionieren. Dieser Bedarf steigt mit zunehmender Hierarchieebene.

Gerade in Workshops mit Managern der obersten Ebene braucht`s da Fingerspitzen-gefühl, aus Zeitgründen auf die Agenda zu verweisen. Klappt mit einem freundlichen Zwinkern in der Regel sehr gut: an einer effizienten Entscheidungsfindung ist natürlich allen gelegen.

 

Dies sind selbstverständlich erste Impulse und Denkanstöße. Allerdings erscheinen in den Medien derzeit vermehrt Studien und Best-Practice-Fälle, die beweisen, dass es geht.

 

Wir sind auf einem guten Weg!


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