So SCHAFFEN MANAGER EINE INNOVATIONSKULTUR

 

Um es in einem Satz vorweg zu nehmen: Die Kernfrage, die sich jeder Manager in Zukunft regelmäßig stellen sollte, lautet:

 

Wie schaffe ich ein Umfeld, in dem Innovationen ermöglicht werden?

 

Und nicht: Wie schaffe ich meine Zahlen und Ziele? Denn gute Zahlen und erfolgreich erreichte Ziele sind das automatische Ergebnis von gelungenen Innovationen. In Zukunft bewähren sich also Führungskräfte, die sich selbst zurücknehmen können.

 

Die sich verabschieden von dem Bild „Leute, ich sage Euch, wo es langgeht“. Denn Fakt ist, dass sie es schlicht und einfach immer weniger wissen können. Das Bild des Managers als Visionär gehört damit der Vergangenheit an, auch wenn es noch tief in den Köpfen sitzt. 

 

 

Innovationen werden nicht mehr von den Chefs entwickelt

 

Sie kommen von den Mitarbeitern oder sogar aus dem Umfeld. Also weg vom klassischen Projektmanagement mit klaren Zielen, Planvorgaben und Abarbeiten von Arbeitspaketen mit anschließender Fortschrittsmessung. Manager schaffen zukünftig einen Rahmen, in dem die verschiedensten Menschen mitunterschiedlichsten Talenten und Sichtweisen zusammenkommen, um Innovationen zu entwickeln.

 

Sie erhalten den dafür nötigen Raum und die Ermutigung, diesen auch zu füllen. Nicht nur lokal und persönlich, sondern mehr und mehr wird hier zukünftig auch das Internet eine entscheidende Rolle als Raumgeber dienen.

 

Selbstverständlich entstehen erfolgreich umsetzbare Innovationen nicht im totalen „free flow“, sondern brauchen einen Rahmen, einen Halt und eine Orientierung. Diesen bereitzustellen, ist Aufgabe der Unternehmen bzw. des Managements.

 

Netzwerke im und außerhalb der Unternehmen

 

Entscheidend für eine erfolgreiche Innovationskultur ist das Loslassen des Chefs. Und das Machen-Lassen der Mitarbeiter. Dies setzt als Basis eine Vertrauenskultur voraus und erfordert eine hohe Eigenverantwortlichkeit der Mitarbeiter.

 

Den Mitarbeitern werden keine engen Grenzen gesetzt. Es wird von ganz oben ermöglicht und vorgelebt, dass sich die Mitarbeiter sogar weiterer Netzwerke bedienen können, die immer weniger im eigenen Unternehmen zu finden sein werden, sondern mehr und mehr im Umfeld außerhalb des Unternehmens (persönliche Netzwerke, Crowds im Internet).

 

Der "Rockstar of Innovation"

 

Bereits heute gibt es schon diverse erfolgreiche Beispiele, die voller Begeisterung diese Art der Produktentwicklung praktizieren und dies als den Weg der Zukunft proklamieren.

 

Anschaulich erleben konnte ich dies auf einer spannenden Veranstaltung der

bayerischen Akademie der Wissenschaften. Eingeladen als Hauptredner war der

„Rockstar of Innovationen“, Eric von Hippel, Professor an der MIT Sloan School

of Management in Cambridge Massachusetts. Sie gehört zum Massachusetts

Institute of Technology und gilt als eine der weltweit führenden Business

Schools weltweit.

 

In seinem Vortrag „Free Innovation and the Internet“ erklärte er, dass Innovation frei verfügbar ist und nicht nur vom Produzenten, sondern auch vom Konsumenten kommen kann. Dies wird in der Digitalen Welt mithilfe des Internet mehr und mehr genutzt und ermöglicht deutlich schlankere Entwicklungs- und Produktionszeiten.

 

Es wird schlicht durch das Internet einfacher und besser nutzbar – sogar weltweit. Allerdings braucht es jemanden, der dies steuert, um zu gewinnbringenden Ergebnissen zu kommen.

 

Zahlreiche bekannte Unternehmen in Deutschland haben dies schon für sich erkannt und umgesetzt. BMW, Siemens, HypoVereinsbank oder sogar LEGO machen dies erfolgreich vor. Erfahren Sie mehr dazu, wenn Sie mich persönlich ansprechen.

 

Wie kann es nun gelingen, dass das mehr oder weniger freie Auseinandersetzen in Gemeinschaften wirklich zu brauchbaren Ergebnissen führt? Wie kann man sozusagen vor dieses ganze „wilde Tun“ eine Klammer setzen?

 

Das vorhandene Wissen bei den anderen abschöpfen

 

Soviel vorweg: Man muß – wie so oft, „die Herzen der Menschen berühren“, sie also emotional für das kreative Denken und Erfinden begeistern. Ist die innere Bereitschaft nicht da oder wird sie abgewürgt, bleibt die Klappe zu und es kommt Dienst nach Vorschrift heraus. Kennen wir schon, bringt uns nicht weiter.

 

Der bessere Weg:

 

Es braucht im Management eine Menge Fingerspitzengefühl, um dieser Aufgabe gerecht zu werden. Und ganz sicher ein neues Verständnis von Führung. Nämlich zulassen zu können, auszuhalten, zu wissen, wie man die Gruppe unterstützt und wann man top-down eingreift. Dazu braucht es Mut und die Fähigkeit, sich selbst als Führungskraft zu reflektieren und zu steuern.

 

Zahlreiche Managementvordenker sind sich einig: im Management der Zukunft sind Unternehmen dann wirklich innovativ, wenn ihre Führungskräfte Rahmengeber statt

Antwortgeber sind. Schon einige erfolgreiche Unternehmen machen es vor.

 

Sind Sie dabei?

 


Annette Alsleben ist Management-Beraterin, Rednerin und Ökonomin.

Ihre Spezialisierung ist das Management im digitalen Zeitalter.

 

In langjähriger eigener Führungspraxis steuerte sie mehrere unternehmensweite Großprojekte bei internationalen Konzernen (z.B. BMW, LIDL) und arbeitete viel vertrauensvoll mit dem Top-Management zusammen.

 

Aktuell gibt sie ihren reichen Erfahrungsschatz unterhaltsam und emotional erlebbar auf Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Workshops und in Fachartikeln weiter.

 

Außerdem schreibt sie derzeit ein Buch über Management im Digitalen Wandel bei einem namhaften Verlag.

 

Neugierig geworden? Hier geht`s zum  Angebot.


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