Effizienz und Performance: Neue Spielregeln im Mixed Leadership


Schaut man genau hin, gibt es schon länger eine Fülle von wertvollen Initiativen, Programmen, Studien und Botschaften zum Mixed Leadership. Alles ist gesagt und doch passiert nicht genug!?

 

Die regelmäßig erlebbare Begründung: 


Die gesellschaftlichen Werte haben sich zwar geändert, doch sind tradierte Rollenmodelle am Arbeitsplatz in den Köpfen weiter sehr verhaftet. Ein Thema, was starke Emotionen sowohl bei Männern UND Frauen auslöst.

 

Und doch kommt in den Chefetagen immer greifbarer an: Wollen die Unternehmen am Standort Deutschland auch zukünftig wirtschaftlich erfolgreich sein, muss sich im

Management was ändern. Viele wollen also – aus ehrlich erlebbarer Überzeugung. Und doch ist die Umsetzung mühsam.

 

Mixed Leadership greift erst dann, wenn es sich sichtbar rechnet

 

Meine eigene rd. 20 jährige Praxis als Führungsfrau und Change Expertin sowie aktuelle Studien bestätigen:

 

Die Vielfalt in den Sichtweisen, das noch stärkere Adressieren der emotionalen Bedürfnisse, der Blick unter die Oberfläche jenseits von operativer Hektik und der geschärfte Blick für das Wesentliche heben enorme Performance- und Effizienz-Potentiale. Und das geht sehr gut zusammen bei Mann UND Frau!

 

Ein direkter Zusammenhang zwischen den Zahlen und den Menschen

 

Es sind die Menschen, die hinter den Controlling-Zahlen stehen und die Performance durch ihr Handeln beeinflussen. Zwischen den Zahlen und den Menschen besteht ein direkter Zusammenhang.

 

Spricht man die Menschen neben Sachorientierung auch mit den “weichen“ Faktoren im Management richtig an, steigert dies nachweislich die Leistungsergebnisse. Dies bestätigen aktuelle neurowissenschaftliche Forschungsergebnisse und meine eigene langjährige Führungspraxis im gelebten Mixed Leadership.

 

Denn das Potential top ausgebildeter Kräfte „an die Wand zu fahren“ oder gar nicht erst zu nutzen, ist nicht nur volkswirtschaftlich ein zu hoher Schaden, sondern auch ein zahlenmäßig darstellbarer zu hoher Kostenblock in den Bilanzen der Unternehmen.

 

Der betriebswirtschaftliche Schaden entsteht durch schwächere Produktivität; ausgelöst

durch Fehlzeiten, gesundheitliche Ausfälle, Frustrationsblockaden und leere Stühle, die gar nicht erst besetzt werden können. Oder durch Minderqualifizierte besetzt werden müssen...

 

Mixed Leadership für messbar mehr Output

 

Durch mehr Mixed Leadership werden Türen geöffnet, die bisher verschlossen blieben; durch neue Blickwinkel, andere Herangehensweisen und Vielfalt in den Interpreta-tionen.

 

Das Ergebnis:

kraftvolleres Handeln und nachweislich bessere, stabilere Ergebnisse. Das Team bringt messbar mehr Output. Es geht darum, die besten Köpfe zu gewinnen, zu halten und mit ihnen die beste Performance erzielen. So, dass die Menschen mitgehen wollen UND die Zahlen stimmen. Durch die „weichen“ Werte wie Anerkennung, Wertschätzung, Respekt, Dankbarkeit, Transparenz, Sinngebung, Offenheit usw.

 

So manches Unternehmen hat den Bedarf erkannt. Die Notwendigkeit zu Kurskorrekturen ist den meisten klar: Es braucht eine gesündere Mischung aus Sachorientierung und emotional ansprechendem Führungsstil. Eben einen ausgewogenen Mix im Leadership. Hier gilt es auch, den Blick weg von diesem „Mann vs.-Frau-Ding“ zu lenken. Es gilt mehr denn je: ECO vor EGO, hin zur Sache.

 

Da lautet mitunter dann die freundlichere Variante: das macht bei uns das HR. Aber ist es ein reines Personaler-Thema? Oder „Nice-to-have" für die Imagepflege in der Öffentlich-keit?

 

Gute Sache: Chefsache

 

Bereits aufgesetzte, gute Lösungsprogramme im Talent Management zeigen oft noch nicht den gewünschten Return on Invest, die Erfolgszahlen sind eher ernüchternd. Es fehlt an Überzeugung, um „die Kurve vom Müssen zum Wollen“ zu kriegen.

 

Erst, wenn Sinn und Nutzen vom Top Management im Verbund mit HR konsequent vorgelebt, der ökonomische Mehrwert messbar „getrackt“ und alle Beteiligten, d.h. Männer UND Frauen im Boot sind, können die neuen Spielregeln greifen. Die Pro-

gramme greifen aber nur, wenn sie emotional als Bereicherung, nicht als notwendiges „Zusatzübel“ erlebt werden. Hier braucht es viele von oben vorgelebte „Best-Practise“- Beispiele und nachhaltiges „Dranbleiben“.

 

Toll ist z.B. die jüngst aufgesetzte Initiative „Chefsache“, mit Kanzlerin Angela Merkel als Schirmherrin. Namhafte Großunternehmen wie z.B. Bosch haben sich hierbei das Thema Mixed Leadership als Chefsache auf die Fahne geschrieben. Mehr davon!

 

Es geht um schlanke, effiziente Prozesse

 

Meine Erfahrung zeigt, dass gerade ein konsequentes, strukturiertes Anwenden der selbst auferlegten neuen Spielregeln quer durch alle Fachbereiche tatsächlich messbare Erfolge nach sich zieht:

 

Mitarbeiter, die mitgehen, schlanke und effiziente Prozesse und stabil laufende

Projekte sind das Ergebnis. Über alle Etagen. Und als netten Nebeneffekt holt

man sich damit auch die Generation Y und mehr Führungsfrauen ins Boot.

 

Mixed Leadership lohnt sich also - denn zahlenmäßig und menschlich werden die gewinnen, die genauer hinschauen. Anpacken. Ändern.

 


Annette Alsleben ist Vortragsrednerin und Managementberaterin.

Ihre Spezialisierung ist der Wertewandel im Management.

 

Als langjährige Führungsfrau steuerte sie mehrere unternehmensweite Großprojekte bei  internationalen Konzernen (z.B. BMW, LIDL) und arbeitete viel mit dem Topmanagement zusammen.

 

Aktuell gibt sie ihren reichen Erfahrungsschatz unterhaltsam und emotional erlebbar auf Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Workshops und in Interviews weiter. Neugierig geworden? Hier geht`s zum  Angebot.


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