Die Wirkung der Bilder in unseren Köpfen


Sind Ihnen aktuell die Fotos in den Medien aufgefallen von George Clooney und seiner Amal? Gut schau`n die beiden aus, gell? Und sehr verliebt scheinen die beiden auch noch zu sein - glaubt man den derzeitigen Pressemitteilungen. Die Hochzeit von George Clooney und Amal Alamuddin war wohl in 2014 eines der Jahreshighlights in der Unterhaltungspresse.

 

Beschrieben werden die beiden als „Traumpaar auf Augenhöhe.“ Clooney ist schlau - aktuell wurde dies mal wieder bescheinigt durch den Golden Globe für sein Lebenswerk.

Und obendrein ist er auch noch so unglaublich gutaussehend. Überraschend für viele bei dem jetzt 53-jährigen: er nahm sich eben nicht eine hübsche Blonde vom Typ Barbie-Puppe zur Frau; war er doch in der Vergangenheit mit ehemaligen Bardamen usw. liiert. Nein, diese Frau ist neben ihrem enorm guten Aussehen auch noch verdammt schlau: aufgewachsen im Libanon, studierte sie in Oxford und arbeitet als Staranwältin in London. Sie setzt sich ein für internationale Menschenrechte und berät Regierungen und die Vereinten Nationen. Coole Sache!

 

Kann eine Pilotin ein Flugzeug fliegen ?

 

Bleiben wir in der Unterhaltungsbranche: in der Zeitschrift GALA vom Dez. 2014 (habe ich jüngst gelesen in der Arztpraxis…) erzählte Maria Furtwängler, Burda-Gattin, Ärztin und Tatort-Kommissarin von einem Erlebnis im Flugzeug. Als sie dort die Begrüßung durch eine Pilotin hörte, dachte sie spontan: “Nichts wie raus hier!“

Es war für sie einfach völlig unvorstellbar, dass das Flugzeug von einer Frau sicher geflogen werden konnte!


Nehmen wir an, dass der Flug gut geklappt hat und Frau Furtwängler heile angekommen ist. Ich habe jedenfalls nichts anderes in der Presse gelesen.

 

Was dieses Beispiel vielmehr interessant macht, ist, dass es für unsere Gesellschaft in Deutschland, weiter nur schwer vorstellbar ist, dass auch schlaue Frauen im Beruf „ihren Mann“ stehen können. Und zwar auch in den oberen Chefetagen eher „unweiblicher Branchen“. Diese Bilder in den Köpfen haben nicht nur ältere Herren, sondern auch moderne Frauen, die mitten im Leben stehen! Hier können wir alle in ein Umdenken kommen.

 

Vor-Bilder ändern unsere Prägung in den Köpfen

 

Was uns dabei hilft, sind Beispiele wie das Power-Paar Amal und George Clooney. Denn weiterhin ist die Prägung in unseren Köpfen so, dass wir uns nur sicher fühlen mit den bewährten Mustern und seit jeher Vertrautem.

 

Hier braucht es Mut und Offenheit bei jedem und jeder einzelnen, sich auf Unbekanntes einzulassen und Vertrauen in neue Management-Rollen zu gewinnen. Denn eins ist klar: Frauen und Männer können gemeinsam mehr bewegen, wenn beidseitig die Akzeptanz füreinander im Beruf auf Augenhöhe da ist. Bewiesen wurde dies durch Studien zuhauf.


Doch wie sieht`s aus in der Generation derer, die jetzt in der Mitte des Berufsleben stehen? Um für einen Perspektivenwechsel zu sorgen, ist das tradierte Modell Frau zuhause, Mann an der Front selbst in modernen deutschen Großstädten bei Akademiker-Paaren noch viel zu verbreitet.

 

Fragt man nach, hört man, dass Mann und Frau es so wollen oder es nicht anders geht. Wirklich ?

 

Die starke Kraft und Dynamik der inneren Einstellung ändern

 

Das Thema ist allgemein bekannt und wird öffentlich heiß diskutiert. Unternehmen und Politik haben intensive Maßnahmenkataloge aufgesetzt, um dies zu ändern. Unterschätzt wird allerdings die entgegenstehende Dynamik und Kraft, die aus unserer inneren Einstellung und den Glaubenssätzen kommt.


Sehr häufig erlebe ich diese inneren Widerstände in Change-Großprojekten selbst bei internationalen Konzernen.


Dennoch gibt es auch hier bereits sehr gute, unterstützende Programme und Wegweiser, um die Barrieren in den Köpfen ab- und unschlagbare, gemischte Management-Teams in den Unternehmen aufzubauen. Der Sinn und die Notwendigkeit dafür dürfte klar sein.

 

Bleiben wir dran!

 

 

(Foto: Lutz Riedel  / pixelio.de )

 

 

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